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Bezeichnung der Fahrzeuge

Dampflokomotiven

Nummernplan 1917

1917 erhielten alle Dampflokomotiven drei- oder vierstellige Nummern - abgesehen von den mit 1 bis 62 numerierten NS-Dampftramwaylokomotiven -, wobei die ersten beiden Stellen die Bauart kennzeichnet und die letzten beiden Stellen die Ordnungsnummer bezeichnen. Sind bei einer Reihe mehr als 99 Fahrzeuge vorhanden, so wird die nächsthöhere Zahl für die Reihennummer verwendet.

NummernreiheFahrzeugart
5 Lokomotiven mit Schlepptender, 1 angetriebene Achse
6  bis 21 Lokomotiven mit Schlepptender, 2 angetriebene Achsen
27 bis 40 Lokomotiven mit Schlepptender, 3 angetriebene Achsen
45 bis 46 Lokomotiven mit Schlepptender, 4 angetriebene Achsen
50 bis 59 Tenderlokomotiven, 2 angetriebene Achsen
60 bis 61 Tenderlokomotiven, 3 angetriebene Achsen
62 bis 63 Tenderlokomotiven, 4 angetriebene Achsen
65 bis 74 Lokalbahnlokomotiven, 2 angetriebene Achsen
76 bis 77 Lokalbahnlokomotiven, 3 angetriebene Achsen
80 bis 82 Rangierlokomotiven, 2 angetriebene Achsen
84 bis 87 Rangierlokomotiven, 3 angetriebene Achsen
95 Tenderlokomotiven, 5 angetriebene Achsen

Von den Reihen 1300, 1700 und 3700 waren mehr als 99 Lokomotiven vorhanden, daher erstreckten sie sich auch auf die folgenden Hunderter (1400, 1800, 3800).

Bis zum zweiten Weltkrieg hatten die NS-Lokomotiven überdies eine Gattungsbezeichnung mit Buchstaben und ggf. ein Zusatzzeichen. Die Achsfolge blieb jedoch unberücksichtigt.

  • P = Personenzuglokomotive
  • G = Güterzuglokomotive
  • L = Lokalbahnlokomotive
  • R = Rangierlokomotive
  • Tr = Tramwaylokomotive

Zusatzzeichen

  • T = Tenderlokomotive
  • 0 = Überhitzer
  • Ziffern = Unterteilung (z. B. PT03)

Nummernplan 1945

Nach dem zweiten Weltkrieg wurden einige Nummernreihen hinzugefügt oder neu besetzt, z. B.

  • 40 und 47 für neue schwedische Lieferungen,
  • 43 bis 45, 50 bis 51 und 88 für britische Kriegslokomotiven,
  • 30, 35 und 78 für die gekauften SBB-Lokomotiven, sowie
  • 38.5, 40.5, 41, 42, 46.5, 47.5, 48, 49, 59, 59.5, 64, 75, 90 und 96 für übernommene DR-Lokomotiven.

Seit 1958 gibt es in den Niederlanden keine Dampflokomotiven mehr.

Elektrolokomotiven

Elektrische Lokomotiven gibt es bei den NS seit 1948. Sie bekamen 1000er-Nummern mit folgender Einteilung:

NummernreiheFahrzeugart
1000 Achsfolge (1A)B(A1)
1100 Achsfolge BoBo
1200, 1250 Achsfolge CoCo (amerikanisch-niederl. Bauart)
1300 Achsfolge CoCo (französiche Bauart)
1500 Achsfolge CoCo (britische Bauart)
1600, 1700, 1800 Achsfolge BB (Alsthom 4600 kW)

 

Diesellokomotiven

Dieselelektrische Streckenlokomotiven sind in den Niederlanden seit 1953 im Einsatz. Die Einteilung erfolgt mit Nummernbereichen aus dem Gesamtsystem.

NummernreiheFahrzeugart
1-400 Dieselelektrische Kleinlokomotiven, zweiachsig
401-999 Dieselelektrische Rangierlokomotiven, dreiachsig
2001-3000 Dieselelektrische Streckenlokomotiven. vierachsig

 

Elektrotriebwagen

Die ersten elektrischen Triebwagen kamen 1908 zum Einsatz und wurden anfangs mit den Zwischen- und Steuerwagen in das System der Personenwagen eingereiht: Elektrotriebwagen 9000 bis 9900, Steuerwagen 8100, Zwischenwagen 8000 und 8500.

Die elektrischen Zweiwagenzüge (drei Drehgestelle, Stromlinienform, Scharfenberg-Kupplung, Baujahr 1935) erhielten jedoch wieder “normale" Nummern (9500 und 9600/9700).

In der Reihe 400 befanden sich noch einige alte elektrische Dreiwagenzüge Baujahr 1937/38. Sie wurden 1966 ausgemustert. Diese Bezeichnungen beziehen sich auf die kompletten Triebwagenzüge. Da mitunter einzelne Wagen ausgewechselt werden, haben die einzelnen Wagen noch besondere Codenummern.

Seither sind alle Triebwagen(-züge) in einem eigenen System zusammengefaßt:

NummernreiheFahrzeugart
201 bis 500 Elektrische Zweiwagenzüge
501 bis 800 Elektrische Vierwagenzüge
801 bis 900 Elektrische Fünfwagenzüge
901 bis 1000 Postwagen für Triebwagenzüge
1201 bis 1208 Elektrische Triebwagenzüge für den internationalen Verkehr (Benelux)

 

Die heute noch vorhandenen Baureihen sind auf verschiedenen Nummerngruppen verteilt.

NummernreiheBauart
400, 800, 900 Plan V Mat64
2100, 2900 Plan Y SGMm
4000, 4200 Plan Z ICMm
2400, 2600 SLT (Sprinter Lighttrain) S70, S100
7400, 7800 DD-AR (Dubbeldeks-Aggloregiomaterieel) mDDM
7500, 7600 NID (Nieuwe intercity Dubbeldekker) ex DD-AR
8600, 8700, 9400,9500 VIRM (Verlengte Inter-Regio Materieel) ex IRM
4330 Thalys PBKA
4600 ICE 3M
4800 V250 Albatros

 

Benzin-/Dieseltriebwagen

Die ersten Benzintriebwagen wurden 1923 in Dienst gestellt, die ersten dieselelektrischen Dreiwagenzüge ab 1934 (vier Drehgestelle, Stromlinienform). Sie erhielten die Nummern 11 bis 50 und konnten wegen ihrer Scharfenberg-Kupplung nicht mit anderen Fahrzeugen gekuppelt werden.

Die Triebwagen wurden anfangs mit den Zwischen- und Steuerwagen ins System der Personenwagen eingereiht: Benzin- und Dieseltriebwagen 900 (Zweiachser) und 1900, 2900 (Vierachser).

NummernreiheFahrzeugart
21 bis 50 Dieselelektrische Triebwagen(züge)
61 bis 106 Dieselelektrische Zweiwagenzüge
111 bis 152 Dieselelektrische Dreiwagenzüge
181 bis 191 Dieselelektrische Fünfwagenzüge
1001 bis 1003 Dieselelektrische Triebwagenzüge für den internationalen Verkehr (TEE)

Die heute noch vorhandenen Fahrzeuge sind der Nummernreihe 3000 zugeordnet.

NummernreiheBaureihe
3400 DM90

 

Quellenangaben

DLOK23 Verzeichnis der deutschen Lokomotiven, Zeitraum 1923-1963
BLT1977 Benelux Lokomotieven en Treinstellen 1977-01-01
P5N1984 Locomotives & Coaching Stock of the Netherlands Railways, Stand 1984
P5B1989 European Handbook, No. 1, Benelux Railways Locomotives & Coaching Stock 1989, Second Edition

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